Gestaltung der Ausstellungsdidaktik der Sonderausstellung „Sammeln mit Stil. Caroline Murat, Ludwig I. und die Antike“ in der Staatlichen Antikensammlungen München
Layout und Umsetzung des Katalogs zur Ausstellung sowie der Ausstellungstafeln, zahlreichen Exponatbeschriftungen, Ausstellungsbeklebungen und Großdrucken. Gestaltung von Außenbannern, Plakaten, Einladungskarten und Werbeprospekten. Organisation und Koordination der Produktion







Im März 1826 unterzeichnete Leo von Klenze im Auftrag des bayerischen Königs Ludwigs I. einen Vertrag, der den Ankauf der Antikensammlung der Gräfin Lipona regelte. Bei der „Lipona“ handelte es sich um Caroline Murat, die jüngste Schwester Napoleon Bonapartes. Von 1808 bis 1815 herrschte sie gemeinsam mit Ihrem Ehemann Joachim über das Königreich Neapel. Während dieser Zeit nahm sie an den archäologischen Entdeckungen in ihrem Königreich regen Anteil und führte archäologische Funde in Neapel zusammen. In Pompeji und im Umfeld Neapels initiierte sie sogar selbst Ausgrabungen. So entstand in ihren Gemächern im königlichen Schloss von Neapel Stück für Stück ein privates Antikenmuseum. Die Sonderausstellung nimmt den Ankauf der Sammlung Lipona vor genau 200 Jahren zum Anlass, sich den beiden von der Antike begeisterten königlichen Sammlern anzunähern. Caroline Murat steht dabei als Begründerin der Sammlung im Vordergrund. Ludwig I. wird demgegenüber vor allem in der Rolle des Ankäufers betrachtet, der damit einen bedeutenden Grundstein für seine Sammlung antiker Kleinkunst und die späteren Staatlichen Antikensammlungen gelegt hat. Erstmalig wird die Sammlung Lipona nahezu vollständig präsentiert – und das in einer Atmosphäre, die das 19. Jahrhundert wieder aufleben lässt. Die Ausstellung „Sammeln mit Stil. Caroline Murat, Ludwig I. und die Antike“ ist in den Staatlichen Antikensammlungen vom 8. Juli 2026 bis zum 17. Januar 2027 zu sehen.
